23. Juni
Die Zwei waren mal Vier und wurden in einer Scheune von einer wilden Katzendame geboren, es war klar, dass man weder die Mutter noch die Kinder, ohne Falle einfangen könnte. Zwei verschwanden mit der Mutter und diese zwei blieben übrig. Am Montag Abend ging das Erste in die Falle und am Dienstag dann das Zweite. Wie es in der Natur ja auch richtig ist, haben diese Beiden von ihrer Mama gelernt : Menschen sind sehr sehr böse und sie haben ja in ihrem kurzen Leben auch nicht das Gegenteil erfahren dürfen. Ich habe lange überlegt wie ich das jetzt machen könnte, eigentlich sollte ich jetzt einen Raum nur für die Beiden haben, habe ich nicht also beschloß ich mich, sie fürs Erste einfach mal in einen großen Stall zu setzen, es fing ja auch erst mit dem einen an und da reichte das auch vollkommen aus. Als das Zweite gestern Morgen hier ankam, hätt ich sie gerne in einen noch größeren Käfig gepackt aber……… keine Chance, die sind so was von wild und unzugänglich, na dann. Am Montag hab ich Fifi, so hat sie mein Kleiner mal genannt, ein Katzenklo rein, war natürlich für die Katz aber ein Versuch war es wert, Futter und Wasser. Am Morgen war auch alles leer, na also übers Fressen geht dann doch was. Gestern Mittag hab ich dann mal den Versuch gestattet den Tigerkäfig zu öffnen, sofort kam Fauchen aus der Ecke, wie beeindruckend doch so kleine Mäuse schon Töne abgeben können, hola. Dann meine 1. Versuchsreihe. Fressen auf ein Schaschlikspieß, es dauert ein kleiner Moment dann kommt das Erste aus der Ecke, mmmhh doch lecker. Dann wurde der Spieß immer kürzer, zuletzt noch so lang wie ein Zahnstocher und dann fressen aus der Hand, Wasser aus der Hand und dann streicheln, ha, geht doch. Sie fauchen immer noch, keine Frage, das wird dauern aber ich denk sie sind nicht hoffnungslos, nur eben was vollkommen anderes wie die letzten die sich hier in den Tagebüchern tummelten. Jetzt sitzen sie Beide da und gucken mich an und können es nicht fassen, dass es da immer wieder frisches Essen und Trinken gibt und das Klo, das wir heute Nacht dann auch tatsächlich benutzt haben, einen Sofortreinigungsmenschen dahinter hat. Sie sind heute Morgen wesentlich entspannter. Mein Ziel ist es, die Beiden so weit zu bekommen, dass sie einfach auch die Chance auf eine nette Familie haben. Sobald sie zugänglicher sind, werde ich sie einfach in unsere Herde und Familie hier integrieren und dann werden hoffentlich liebe süße Schmusetiger aus ihnen, wie lange der Weg bis dahin ist??? Wir werden es sehen! Ach, das möcht ich Euch allen aber nicht vorenthalten. Ich habe gestern einer Freundin in ner Mail über meinen Versuch berichtet und das war die Antwort darauf (wie fies):
Ich hab mir ja grad den Bauch gehalten vor Lachen. Man stelle sich folgende Situation vor: Michaela voll gepanzert, steigt in den Ring zu den Raubkatzen. Zuerst mit der Lanze ein Stück Fleisch aufspießen und den Raubkatzen hinhalten. Dann wird die Lanze immer kürzer bis nur noch ein Streichholz bleibt. Ich werf mich weg.Hihihi Und plötzlich fressen die Raubkätzle aus der Hand. Zum Brüllen!!!
25.Juni
Wenig Veränderung im Raubkatzenkäfig. Zum Glück sind jetzt beide wenigstens zu 100% stubenrein aber trotzdem noch ziemlich fauchig. Ich kann jetzt aber das Katzenklo reinigen ohne dass sie mich gleich anfallen, sie sitzen nur in der Ecke und gucken der Klofrau beim Putzen zu. Fressen geben usw. geht schon einigermaßen aber näher als 20cm sollte man ihnen nicht kommen, sonst………………………… . Es ist für mich echt immer wieder erstaunlich wie böse so 1kg Kampfgewicht tatsächlich auftreten kann, ob das wohl was wird? Der Tierarzt meint, wenn ich es in den nächsten drei Wochen nicht hin bekomm muss ich sie als Wald- und Wiesenkatzen laufen lassen, dann hätt ich keine Chance mehr, die Sozialisierung bei den Kleinen ist wohl mit 8 Wochen abgeschlossen und wenn bis dahin “Mensch” böse ist bleibt er es wahrscheinlich auch. Sie können jetzt aber spielen, das taten sie ja auch überhaupt nicht. Meine großen Katzen finden sie auch ganz prima, ich seh aber leider so gar keine Möglichkeit sie aus ihrem Nochkäfig zu befreien, wenn sie sich so gar nicht anfassen lassen, bekomm ich die hier drinnen nie wieder. Jetzt haben wir ja auch noch einen Neuzugang bekommen (Aika) und die kannte bis gestern gar keine Katzen und musste sich erst mal mit meinen lieben Tigern auseinander setzen und die Kleinen gehen gar nicht, der arme Hund. Naja, lange Rede kurzer Sinn, allzuviel werde ich auf dieser Seite wohl nicht wirklich berichten können, ich werde Euch aber auf dem Laufenden halten.
29. Juni
Der eine kleine Tiger läßt sich tatsächlich streicheln und ich konnte feststellen, dass es ein Bube ist und wir haben ihm den Namen Jimmy gegeben. Seit gestern lebt ja auch noch Kessy bei uns. Sie bewohnt gerade das Bad, hat wohl Freigang aber in unserer Wohnung ist ihr scheinbar zu viel los und so bleibt sie lieber hinter der Absperrung sitzen. Kessy ist ja ne ganz Liebe und ich spiel jetzt mit dem Gedanken, Jimmy zu Kessy zu tun und erhoffe mir damit, dass wenn der zweite kleine Tiger alleine ist, vielleicht auch irgendwann nach gibt. Sobald Jimmy sich jetzt dann problemlos anfassen läßt, wäre es schön, wenn er ein neues Zuhause beziehen könnte, wer Interesse an einem unserer Tigerbabys hat, darf sich gerne mit mir in Verbindnung setzen. Jimmy ist der Kleine der auf dem Bild im Vordergrund sitzt. Naja, ich werd mal sehen wie es weitergeht, irgendwo tut mir ja der Andere auch leid, wenn ich ihn sitzen laß und auf der anderen Seite denk ich so erhöhen sich dann doch meine Chancen und er oder sie kann sich nicht mehr hinterm Bruder verstecken. Ich werd Euch wieder berichten wenn sich was Neues ergibt.
6.Juli
Ja, ja, ja, wenigstens Einer scheint es zu schaffen und all meine täglichen Bemühungen um die Gunst der Beiden scheint sich zu lohnen. Jimmy ist ein richtiger Schnuckel, klar immer noch sehr unsicher wenn man ihn hochnimmt, kann er ja auch nicht kennen oder wenn man in voller Lebensgröße auf ihn zugeht, da faucht er schon auch mal aaaaaaaber er kratzt nicht und er beißt nicht, er ergibt sich seinem Schicksal, schurrt wie ein Verrückter, genießt die Streicheleinheiten total und da er sich sehr bemüht, darf er jetzt am Tage ins Bad umziehen, da findet er auch richtig toll und genießt die Anwesenheit von unseren vier Eigenen Katzis, ist schön ihm zu zu sehen, er wird ein richtig Süßer und von daher hoff ich jetzt natürlich auf eine tolle, liebe, ruhige Familie, die ihm eine Chance gibt sich vollends zu entfalten, er hat es echt verdient, wer Interesse hätte, darf ihn auch gern besuchen kommen, einfach kurz telefonisch anmelden: 07262/4837. Guckt Euch mal diese Bilder an, wer kann dazu schon nein sagen, der hat doch echt was oder? Sollte ihn umtaufen auf Ringo Star oder ein anderer Name der Beatles. Das Andere, mhh, ich hoff es ist nicht hoffnungslos aber es macht keine Fortschritte, wobei ich jetzt so lange Jimmy im Bad ist schon versuch mich mit ihm zu beschäftigen aber es würd mich gern in der Luft zerfetzen und dann auffressen, da bin ich mir sicher, naja, der Weg bis zur Kastration und Freiheit dauert ja noch etwas, würd es nur gern aus seinem Käfig entlassen, hab aber keine Chance. 1. bekomm ich es net raus und 2. nie wieder da rein, heul, Daumen drücken!
11. Juli
So, die Hitze macht ja allen schwer zu schaffen und in einer Hitzewallung hab ich beschlossen Jacky, so heißt er jetzt, weil so könnte Männlein oder Weiblein heißen, im Spinnenfangverfahren aus dem Käfig geholt und ihn ebenfalls ins Bad umquartiert. Da genossen die Beiden die letzten heißen Tagen ihr Leben, tobten und spielten was das Zeug her gab und ab heute dürfen sie sich die Wohnung mit uns und allen anderen Mitbwohnern, also Aika der Münsterländerin, Charly unser Labbymix, Freddy unser älterster Kater und uneingeschränkter Chef im Haus, ist wie bei Klitschkos, jeder der hier einzieht bekommt von Freddy eins auf die Nase und dann paßt es, Flint unser mittlerer Kater und Bobbel unser jüngster Kater, teilen. Rambo unser dickster Kater ist schon in den Keller gezogen, dem ist das hier oben zuviel geworden (kann ich durchaus verstehen, hat jemand a Plätzel für mich? hihi) Es klappt eigentlich ganz gut. Ich hoffe einfach, dass sie sich so besser in ein Leben in einer Familie einfügen könnten. Mit den Vierbeinern verstehen sie sich super, mit allen zweifüßigen eher weniger. Jimmy bleibt immer liegen wenn man auf ihn zukommt aber Jacky rennt fauchend davon, da heißt es einfach abwarten und kommen lassen, hoffe sie werden bis dahin nicht zu groß und ich bleib drauf sitzen, ne gell, das würdet ihr mir nicht antun? Vier ist wirklich mehr als genug für uns. Ich hoffe wirklich, dass die Beiden mal noch eine Chance bekommen und nicht auf der Gasse enden müssen. Sie sind doch soooo süß:
20. Juli
Na, die Beiden leben richtig auf hier drinnen aber sind nach wie vor ziemlich schüchtern. Wenn man an ihnen vorbeiläuft bleiben sie sitzen, wenn man sich bückt, wusch sind sie weg. Das Streicheln klappt nach wie vor mit Schinkenwurst, darauf stehen sie total. Mit Hund und Katz verstehen sie sich prächtig und haben sich voll und ganz in das Rudel integriert. Und wieder mal kann ich so gar nicht verstehen, warum das bei Anderen nicht klappt und schon an der 2. Katze scheitert. Wahrscheinlich sind meine Vierbeiner so sozial wie wir selbst, hihi, ist bestimmt ansteckend. Auf jeden Fall klappt das super. Sie sind auch nach wie vor absolut stubenrein, es ist noch nichts daneben gegangen. Im Großen und Ganzen zwei tolle Mäuse, die sich a bissel selbst im Wege stehn. Ich geb trotzdem die Hoffnung nicht auf, dass sie noch ein Plätzchen finden, sie sind sicherlich noch anpassungsfähig, wenn man Geduld für sie aufbringt. Hier mal die neuesten Bilder aller Süßen!
2. August
Eigentlich gibt es nicht wirklich Neuigkeiten über die Beiden, leider will sie auch keiner haben. Ich habe mir jetzt gedacht…….. ja, da bräuchte ich aber Hilfe. Ich bekam eine Hundehütte geschenkt. Leider paßt das Teilchen durch keine Tür und müsste mit viel Kraft oder einem kleinen Kran über meinen Zaun gehieft werden, denn dann, so hab ich mir überlegt, könnte ich die Hütte meinen beiden Wilden einrichten, dann wären es halt meine Gartenkater, wenn man die nach der Kastration springen läßt, werden die sicherlich nie wieder kommen. Jimmy lässt sich zwar ab und an streicheln aber ich denk wenn man denen wieder die Freiheit schenkt, werden sie nicht mehr ins Haus gehen. Ich würd sie dann im Garten füttern, damit sie nicht ganz verwahrlosen. Also Fazit ist, wenn sie wirklich keiner haben möchte (wobei das sicherlich die besten Mäusefänger der Welt sind und für jeden Stall ein Segen) dann werden sie in unserem Garten ausgewildert und dann haben sie die Wahl, Bleiben oder das Weite suchen. Wir werden sehen, ist ja noch ein bissel hin. So lange dürfen sie mit den 4 Ansässigen das Leben genießen.
23. August
Lang lang ist es her aber so richtig Veränderungen gab es dann auch erst in dieser Woche. Endlich kommen sie von alleine um mit einem zu schmusen. Abends legt sich Jimmy sogar schon mal bei uns auf den Bauch um sich graulen zu lassen. Jacky ist immer noch etwsa unsicher aber auch er genießt die Streicheleinheiten ohne Fauchen, Kratzen oder Beisen. Sie bekommen die Möglichkeit als Mäusefänger in einem Stall zu leben, noch hab ich die HOffnung nicht ganz aufgegeben Menschen zu finden, die ihnen die Möglichkeit weiterhin bieten sich auf einem Sofa zu aalen. Leider ist unser Platz hier auch begrenzt, sonst würd ich die Beiden ganz klar hier behalten aber es stehen schon wieder viele Andere vor der Tür, die auch auf eine Chance in ihrem Leben warten. Bitte gebt meinen zwei Wilden eine Chance!
Leckerliefütterung
selbst auf das mitgebrachte Essen unseres Urlaubsgastes wird keine Rücksicht genommen!














