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Zur Abgabe unserer Katzenkinder und warum sie nicht alleine aufwachsen sollten!

Immer wieder werden kleine Kätzchen auf Bauernhöfen oder von Privat schon ab der  6. Woche abgegeben und immer wieder bekommen wir gesagt ob wir auf unseren Katzenbabys lieber sitzen bleiben wollen, wir seien ja schließlich auch keine Katzenmamas………….. daran sieht man  wie wenig sich die Menschen mit ihrem neuen Zeitgenossen und dessen Lebensstil  auseinander gesetzt haben.

Wir geben unsere Katzenbabys grundsätzlich  „nie“ vor der 12. Woche ab und auch da wird noch differenziert ob das Baby soweit ist oder nicht und zwar: Zum Wohle des Tieres und der neuen Besitzer, nicht weil wir Jemanden ärgern möchten.

Verhaltens- und Gesundheitsproblem entstehen meist durch viel zu frühe Trennungen von Mutter oder Geschwistern. Wie es bei uns meist der Fall ist, sind es Fundbabys, deren Mama überfahren wurde oder einfach zu krank war um ihre Babys selbst zu versorgen. Umso wichtiger ist es für die kleinen Geschöpfe, dass sie mit ihren Geschwisterchen so lang wie möglich zusammen bleiben dürfen.

Wir wissen selbst wie süß so kleine Katzenbabys sind und dass man sie am allerliebsten natürlich sofort mit nach Hause nehmen würde. Wenn sie schon alleine fressen und auf ihren Füßen davon stapfen, wird immer fälschlicher Weise angenommen, dass sie jetzt auch alleine in ihren neuen Familien zurrecht kommen. Viele meinen, wenn sie das Baby früh bei sich aufnehmen, können sie eine stärkere Bindung zwischen ihnen und dem kleinen Wesen aufbauen.

Aber Menschen können das Verhalten einer Katze nicht prägen, sie brauchen ihre Mutter bzw. ihre Geschwister zum Kuscheln, raufen und jagen um ein richtiges Sozialverhalten für seine spätere Zukunft zu lernen.

Oftmals führt das frühe Wegnehmen von den Geschwistern zu Fehlverhalten. Sie haben Verlustängste, folgen ihrem neuen Besitzer überall hin, dieser fühlt sich womöglich noch in seinem Tun bestätigt, weil er denkt er hat jetzt die Anhänglichkeit des Babys auf sich gelenkt, leider führt es oftmals dazu, wenn Mensch außer Haus geht oder auch nur das Zimmer verlässt, ist das Katzenbaby unsauber und pinkelt die Stellen voll, an denen ihr Besitzer sich gerne aufhält, das wiederum stößt auf absolutes Unverständnis und schon haben wir eine böse Katze und Mensch kann so gar nicht verstehen warum, er hat doch alles für das Wohl seinen Babys getan !

Aber auch ein anderes Verhalten ist für zu früh entwöhnte Kätzchen typisch. Sie werden scheu, verkriechen sich nur, sind ihrem Menschen gegenüber sehr reserviert. Sie können nicht mit anderen Katzen umgehen und werden oft erst im Alter unsauber. Dieses Verhalten kann gar nicht oder nur sehr schwer korrigiert werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die zu früh alleine gehaltenen Tiere durch den Besitzerwechsel und den für sie damit verbundenen Stress ihr noch schwaches Immunsystem komplett durcheinander wirbelt. Die Tiere können mit Katzenschnupfen oder Darmproblemen enden, die der Tierarzt mit viel Glück und jede Menge Kosten beheben kann oder sie aber für den kleinen Körper tödlich enden.

Zudem beschäftigen sich Katzenbabys bis zur 9. Woche fast ausschließlich mit sich selbst, erst dann wird auch das Interesse zum Menschen geweckt, vorher spielen wir eher die 2. Geige.

Wir wollen hier nicht die Samariter spielen und oftmals ist es für eine kleine Bauernhofkatze, die keine Zuwendung bekommt und auch nicht ärztlich versorgt besser wenn man sie bei sich zu Hause auf nimmt, besser sie da raus zu holen.

Wir allerdings, mit den uns gegeben Möglichkeiten, möchten uns mit unserem Verein für die Tiere und deren Wohl einsetzen und möchten Sie daher um Verständnis bitten, dass wir die Tiere erst frühestens ab der 12. Woche abgeben.

Die Kätzchen, die bisher unser Zuhause verlassen haben, haben alle eine gutes Sozialverhalten und weisen keine Verhaltensauffälligkeiten auf, das beweist und dass es der richtige Weg für uns und die kleinen Mäuschen ist.

Wir  möchten den Tieren hier so lange wie möglich die Zeit geben, miteinander zu toben, zu spielen und zum zusammen kuscheln. Selbst wenn wir hier einzelne Babys aufnehmen, sind unsere sechs eigenen Katzen mittlerweile gute Therapeuten, die den Kleinen den nötigen Biss mit auf den Weg geben.

Wir bitten um Verständnis! Wer  mit uns nicht der gleichen Meinung ist, dem bleibt es überlassen das zu tun was ER für richtig hält.